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» Berliner Wörter von A bis Z

 

 

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O

oben   »obenuff sein«, vergnügt sein.
Ober 1. Oberkellner. Ironisch: Herr Oberkörper. 2. Regierender Bürgermeister von Berlin.
oberfaul »An der Sache is wat oberfaul.«, die Sache hat einen Haken. Vielleicht von nd. aewerful = mehr als faul.
Obermimer oder Obermotz geringschätzig für den Vorsteher oder Leiter einer Gruppe. »Der Obermima von’t Janze.«
Oberschweineöde (ostberl.) Oberschöneweide.
öberste oberste.
Oberstübchen Kopf. »Der tickt nich richtig im Oberstübchen.«, der spinnt.
Ochsenpantoffel Schimpfwort für eine Person.
Oderkähne zu große Schuhe.
öfter wenn einem ein Mißgeschick passiert: »Machen Se dit öfter?«
Ölgötze schweigsamer und somit die Gesprächspartner langweilender Mensch. »Der sitzt da wie’n Öljötze.«
Ölkopp wer »’nen Ölkopp hat«, der hat einen Kater, ist betrunken.
oll (nd.) alt. In vielen Verbindungen als Beschimpfung: oller Knopp, oller Zausel, oller Kerl, oller Bock, etc.
Olle Alte(r), meistens für Ehegattin: »Meine Olle!« Liebevoll in der Wendung »mein(e) Olleken«.
Omme 1. Kopf, 2. Fußball.
Onkel großer Zeh. Wer »onkelt«, der verdreht beim Gehen den Fuß, von frz. ›gros ongle‹ = großer Zeh. Seit 1870 in Berlin belegt.
Onkel, gelber Rohrstock.
Onkel Pelle clowneske Figur bei Kinderfesten.
ooch berl. Aussprache für auch.
Ooge berl. Aussprache für Auge.
Opodéldok Ausruf des Erstaunens, abgeleitet von dem gleichnamigen Hausmittel zur Behandlung rheumatischer Beschwerden.
Oper »Quatsch bloß keene Opern.«, quatsch nicht Ø  dusselig, bleib sachlich.
organisieren Im engeren Sinne stehlen, aber allgemein auch etwas besorgen.
Orient-Expreß wie Ø  Istanbul-Expreß
Orje Georg.
Oskar »frech wie Oskar«, äußerst frech.
Ostseeforelle Salzhering.
Otto Bezeichnung für irgendeinen Gegenstand, eine Sache usw. Zum Beispiel als erstaunter Ausruf über einen besonder großen Gänsebraten: »Dit is’n Otto!«. Entstand vielleicht mit Bezug auf den Jockei Otto Schmidt, volkstümlicher Liebling auf der Rennbahn Hoppegarten, der von Hans Albers mit »Otto, Otto« angespornt worden sein soll. Von daher erklärt sich auch der Gebrauch in expressiven Ausrufesätzen.

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