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» Berliner Wörter von A bis Z

 

 

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Z

zabberich eifrig, ärgerlich.
zach (nordd., sächs.) zaghaft. Nebenform zu zag = verzagt, verschüchtert.
Zack »uff Zack sein«, auf dem Ø  Kiewief sein.
Zacken 1. ein Stück Brot und 2. wer »’nen Zacken (in der Krone) hat«, der hat einen Rausch.
Zadder Bindegewebe im Fleisch. Zähes, mit Sehnen durchsetztes Fleisch ist zaddrig.
Zahn auch steiler Zahn 1. Freundin, Frau, Geliebte, Partnerin. Wem man rät: »Den Zahn laß da mal zieh’n.«, dem gibt man eigentlich den dezenten Hinweis, daß derjenige sich nichts einbilden soll. 2. auch für den Fernsehturm in Berlin-Mitte.
Zahnklempner Zahnarzt.
Zahnreißer für Ø  Bulette.
Zankdeibel zänkischer Mensch.
Zanktippe lautmalerisch für Xanthippe, die zänkische Gattin des griechischen Philosophen Sokrates. Verallgemeinernd für eine zänkische Frau.
zappenduster 1. sehr dunkel und 2. aus, zu Ende.
Zaster Geld.
Zauber Schwindel, Aufführung. Kritisch über eine Tätigkeit: »Wat soll’n der Zauber?«
Zeck spielen (mhd. Zecke = zwickendes Insekt), Greifen, Haschen, Kriegen, Fangen spielen, wobei der Fänger dem Gejagten einen leichten Schlag geben muß.
Zehlendorfdollar Fünfmarkschein. (Mit Anspielung auf die in Berlin-Zehlendorf stationierten US-Soldaten.)
Zergerei oder Zergelei fortwährende Neckerei. Von nd. tergen = reizen.
zerknautschen zerknittern.
zerknirpseln »Dir könnt’ ick zerknirpseln.«, dich könnte ich ›zerstückeln‹, fertig machen.
zerpliesert zersaust.
Zerquetschte »Zwanzig Mark und ’n paar Zerquetschte«, ein paar Pfennige.
zerteppern zerschlagen, zertöppern. Ø  auch töppern.
Zibbe eigentlich Ziege, allgemein abfällig für Frau.
Zicke »’ne olle Zicke«, dürre, störrische Frau. Auch Zimtzicke. »Mach doch keene Zicken.«, stell dich nicht so an oder mach keine Dummheiten. Berl. und omd. Variante zu Ziege.

Ziehe Pflege, Erziehung.
ziepen an den Haaren zupfen. Nordd. und ostd., gehört zu ›zupfen‹.
Zierlappe oder auch Zieraffe affektierte Person.
Zierpuppe Bezeichnung für eine Frau, die dem Mann als Schaustück dient.
Zigarrenfritze Ø  Fritze.
Zille 1. Spreekahn. 2. Ostberliner Spruch: »Lieber von Zille gemalt, also vom Sozialismus gezeichnet.«
Zimmerberolina pompöse Frau, nach der Figur der Berolina vom Ø  Alex.
Zimt »Mach doch keen’ Zimt.«, kein Theater.
Zimmerlinde Kollegin.
Zimtdriese sich geziert verhaltende Person.
Zimtzicke Ø  Zicke.
Zinnober »Wohin mit dem Zinnober?«, dem Kram.
Zippe Zigarette. Wahrscheinlich von ›Zippel‹, der nd. Form zu ›Zipfel‹.
Zippelwilli Fleischer. Bezieht sich auf die Wurstenden, die früher mitverkauft wurden.
Zitterjule Beifahrerin auf dem Motorrad.
Zitronenneger Bezeichnung für Personen des asiatischen Typus.
Zosse altes Pferd, auch übertragen auf alte Frauen. Geht zurück auf jidd. sus = Pferd.
Zottel verächtlich für Frau. Im Plural Haare. »Laß da mal de Zotteln schneiden.«
zu los, vorwärts. »Na, denn man zu.«
Zuchthauspastete für Ø  Bulette.
zuckeln langsam fahren, gehen. Auch »im Zuckeltrab fahren.« Nebenform von ›zockeln‹, das auf ›ziehen‹ beruht.
Zuckersand feiner Sand.
Zumpel Lappen. Im Plural Haare. Ø  auch Zotteln. Beruht auf Lumpen.
Zündelmänner Feuerwehrmänner
Zünder Nase.
Zurückzieher »’n Zurückzieher machen«, etwas zurücknehmen, sich vor etwas drücken.
zusammentrommeln einschrumpfen.
zweidoppelt doppelt, zweifach gelegt.
Zwingtöppen Schuhe. Aus Zwinge = Zange und (Fußball-)Töppen.
zwitschern trinken. »een’ zwitschern jeh’n«, einen Schnaps trinken gehen.

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